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Roland Hochenauer

„tale of the power plant“

 

Vernissage: 29. September 2011 um 19.00 Uhr
Ausstellung: 29.September - 13. Oktober 2011


"tales"

Roland Hochenauer erzählt in seinen Arbeiten eine Geschichte.
Unsichtbar begann sie mit der Industriellen Revolution, der daraus resultierenden Neuordnung der Gesellschaft, der Vorherrschaft der Maschine, der Geburt der freien Marktwirtschaft als Heilsbringer und Innovationsmotor. 
Der Mythos entstand. Er hält sich hartnäckig bis heute, obwohl wir spüren, dass der Zenit längst überschritten ist. Die Geschichte geht weiter mit einem Mann, der nicht loslassen kann. Er hält fest an seiner Aufgabe, obwohl ihn die Maschinen nicht mehr brauchen. Ziellos und einsam läuft er herum und versucht sich noch ein wenig Würde zu bewahren, indem er seine Maschinen beobachtet, ihnen liebevoll beisteht bei ihrer schweren Arbeit. Er wandert immer weiter zu anderen Anlagen, in der Hoffnung, doch noch eine sinnvolle Beschäftigung zu finden.

Hochenauer zeigt im Zyklus „tale of the power plant“ auf eine märchenhafte, romantische Weise diese Irrfahrt eines unbedeutend gewordenen Menschen. Der Künstler inszeniert sehr subtil, auf eine feinsinnige Art versucht  er die Dinge irrational zu sehen. Die Dinge nicht so zu sehen, was, wie und wozu sie sind, sondern wie man sie gerne sehen möchte. Sie bleiben zwar das, was sie sind, werden aber anders betrachtet, mit einem Mythos aufgeladen. Das Ding wird zum Symbol. Die Fotoserie (Work in progress) „tale of the power plant“ besteht aus zahlreichen kleinformatigen Fotos, aufgenommen in verschiedenen Kleinwasserkraftwerken.

Der vielseitige Künstler Roland Hochenauer will sich auf kein bestimmtes künstlerisches Medium festlegen, weil verschiedene Ideen, verschiedene Medien erfordern. Er bevorzugt aber die Fotografie und auditive Gestaltung. Er verwendet immer wieder Sounds und Musik bei der Präsentation seiner Arbeiten. Für die Arbeit „eine waschmaschine erzählt“ wurden einzelne Arbeitsschritte eines Waschprogramms aufgenommen, als Sonate zusammengefügt und von einem Schlagzeug begleitet.

In den Trickfilmen des „industrial“-Zyklus‘ geht es im weitesten Sinne um den Mythos Maschine und
das daraus entstandene Vertrauen in die Maschine. Das Vertrauen ist zwingend, da wir uns im Alltag auf die Technik verlassen können müssen. Wie unangenehm es sein kann, wenn die Maschinen einmal nicht so funktionieren wie gewünscht, kennt jeder von uns. Eine gewisse Hilflosigkeit überkommt uns dabei. Die Filme sind eine Art Allegorie vom Umgang mit Gebrauchsgegenständen.



 




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