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Hinter dem

Projektraum Vote young & contemporary

stehen die Gründer und Betreiber

SAPPY & WERNER


SAPPY RAUTH geb. am 08.03.1981 in Schwaz/Tirol  

Ausgangspunkt für meine Arbeiten ist die Auseinandersetzung mit Texten und das Experiment, wie sich durch Wegstreichen und Zusammensetzen einzelner Wörter und Sätze der Inhalt und die Aussage verändert. Die Themen sind vielfältig. Aber im Prinzip geht es immer um dasselbe. Es geht um mich, es geht um meinen Blickwinkel auf die alltäglichen Ereignisse und deren Verarbeitung. Eine zentrale Frage für mich ist immer wieder und wahrscheinlich wenig überraschend, "Was ist eigentlich Kunst?" Ich, durch meine Sozialisierung als Künstlerin, hab so wie jeder andere auch einen subjektiven Blick auf die Geschehnisse, auf die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse. Lediglich versuche ich diese auf meine Art, auf eine künstlerische Art zu verarbeiten. Ein Künstler, eine Künstlerin ist in meinen Augen höchst egozentrisch. Die eigene Geschichte spielt immer wieder eine Rolle. Aber ein Künstler, eine Künstlerin ist auch höchst sensibel was seine Umwelt betrifft, ja besser kann ich es nicht ausdrücken. Er hat natürlich eine starke Innensicht, aber auch ein großes Sensorium nach außen hin, für sein soziales Umfeld, für seine Stadt, für seine Kohorte und den gesellschaftlichen Entwicklungen, bzw. Rückentwicklungen.

Meine Art der Auseinandersetzung mündet in eine collagenartigen Faktensammlung, Indiziensammlung und deren Schlussfolgerungen über meine Zeit, meine Wahrnehmung. Meine Arbeiten wirken oftmals wie Dokumente von wieder und wieder überarbeiteten Graffitiwänden. Ich steh auf Graffiti. Einer meiner größten Vorbilder ist Jean-Michel Basquiat.


Herangehensweise Sappy Rauth


Ich stehe auch mit Herzblut zur Keramik und hab mich auch großteils diesem Material verschrieben. Was aber nicht heißt, dass ich mich dem Material unterordne. Es handelt sich vielmehr um eine gewachsene Beziehung, in der Grenzen immer wieder ausgelotet werden. Wichtig ist mir, dass gängige Assoziationen mit Keramik aufgebrochen werden, dass der Zweck von Keramik nicht mehr allein ihr Nutzen ist. Man muss die Keramik danach beurteilen, was an Potential in ihr steckt. Sie ist eine Quelle der Innovation, auch in punkto neuer künstlerischer Techniken. Ein Beispiel dafür ist der keramische Siebdruck. Eine Technik, die es erlaubt grafisch am Scherben zu arbeiten und dadurch alle Freiheiten der Oberflächengestaltung nützen zu können.

Spannend ist es auch verschiedene Medien zu verwenden. Videos, Fotomontagen, Bilder und Grafiken dienen als Vorlagen für meine Siebdrucke und werden in die Keramiken eingebrannt. Viele Objekte haben eine zweite, dritte oder vierte "Haut", werden fünfmal gebrannt, bis sie wirklich fertig sind. Radikal könnte man sagen, setze ich auf die "Vernichtung der Massenware". Durch meine Siebdrucke entstehen aus weißem "No Name"-Geschirr Samples mit graffitiartigen Zitaten und daraus generierten Neuinterpretationen. Mein Statement: "Weg vom Egoismus und der Oberflächlichkeit hin zur Kooperation und hin zu genaueren Analysen von uns selbst und der Beziehung zu uns selbst und zu unserer Umwelt."



WERNER BALDAUF geb. 11.10.1982 in Kleinarl 

Meine Herangehensweise ist mathematisch, analytisch, geordnet. Nicht weil ich es mir ausgesucht habe, das ist meine Art zu Denken, die daher auch in meiner Arbeitsweise Ausdruck findet. Überall in der Natur finden wir intelligente Ordnung. Gerade das scheint ein wesentliches Merkmal der Natur zu sein. Sie ist die Voraussetzung, dass Leben auf der Erde möglich ist. Jeder Mensch sehnt sich nach einem gewissen Maß an Ordnung, bis dass diese zu vorhersehbar wird. Dann verlasse ich sie auch gerne wieder. Ich mag die klare Strukturierung und eine klare Linienführung. Ich denke, dass ich durch das "Ordnung schaffen" meine Angst vor der Zukunft zu beherrschen versuche. Mein Statement ist: "Das Konzept ist wichtiger als der Final Dispatch!" und so ergibt sich eine mehr nach innen gerichtete, konzeptionelle Herangehenesweise. Nach außen drängende Inhalte ergeben sich beim Graben im Vergangenen. Das Ergebnis läßt sich als zu Bild gewordene introspektive Reflexionen sehen.


Herangehensweise Werner Baldauf


Begonnen hat unser gemeinsames Arbeiten bereits 2008. Im 17. Bezirk hatten wir unser erstes Atelier, gemeinsam mit Olivia Weiss und Jörg Altinger. Beide auch Keramiker und beide auch Absolventen der Keramik Klasse bei Otto Lorenz, an der Angewandten. Bald ist dieses Atelier aber zu klein geworden und Sappy Rauth und ich haben uns auf die Suche nach einem anderen Standort gemacht und sind in der Stumpergasse 34, im 6. Bezirk fündig geworden. Hier wollen wir mit dem Projektraum Vote einen Ort der Kooperation und des Austausches entwickeln und freuen uns daher auf zahlreichen Besuch. Vote for "zeitgenössische Kunst". Wir freuen uns über jede Bekanntschaft mit Gleichgesinnten. Wir sind jederzeit offen für andere Positionen. Wir freuen uns genauso über Austausch mit Wissenschaftler, Theoretikern aller Art und anderen Disziplinen, wie generell mit kunstinteressierten Menschen. 



Sappy Rauth und ich arbeiten hauptsächlich mit folgenden Materialien und Techniken:


Materialien: Steinzeug 1220, Porzellan 1220, Gips, Metall, Gold und Platin,
Foto, Acryl, Lack und Tusche.

Techniken: Plattentechnik, Skulptur, Gipsschnitt, Formenbau, Glasurtechnik, keramischer Siebdruck.







Team members:

The founders and masterminds of VOTE young & contemporary

Sappy Rauth & Werner Baldauf



SAPPY RAUTH born on 08 March 1981 in  Schwaz/Tyrol

I like to experiment with words and texts in my works. They deal with the change of content and meaning after deleting and putting together new words and phrases.

The topics are manifold but in general always deal with the same core issue. It is about me and how I experience and observe daily activities and events and how I handle them. One of my perennial central issues, which is not surprising, deals with the question  “What is art really?” As a result of my socialization as an artist, I do, like everybody else, have an individual view of the political and social happenings surrounding me. I only try to approach them in my own artistic way.

One’s own history always plays an important role. However an artist, female or male, is also highly sensitive towards its environment. Of course, an artist has a strong inside view but also incredible observation skills for its social environment, city, cohort as well as for the social developments and degenerations. My way of dealing with these issues results in a “collage” like way of collected facts and figures, signs and my conclusions of my time and perception. My works often act like documents of continually edited graffiti walls. I like graffiti! One of my greatest models is Jean-Michel Basquiat.

I have a strong affection for ceramic works and therefore I am deeply committed to this material. However, it does not mean that I subordinate myself to this material. On the contrary, it is far more a growing relationship where I can explore my limits again and again. It is very important to me to break into common associations with ceramic and that the purpose of ceramic is not it’s sole benefit. Ceramic should be judged according to the great potential that lurks within. Ceramic is a valuable resource for innovation as well as for what regards new artistic techniques.

This is the case with ceramic silkscreen. This technique enables graphic processing of shards and allows making use of all kind of surface design.It is also very exciting to use different media. Videos, photomontages, pictures and illustrations serve as sample for my silkscreen and are burned into the ceramics. A lot of objects have a second, third or forth “skin”and are therefore burned five times until they are ready. One might radically say that I stand up for the “destruction of bulk” By means of my silkscreen I invest white “no name”- table ware with graffiti-like quotes and reinterpretation generated from it. My call: “Do away selfishness and superficiality and cooperate instead. Let’s consider us more thoroughly and aim for a better relationship with us and our environment.”



WERNER BALDAUF born on 11.10.1982 in Kleinarl

I have a mathematical, analytical and arranged approach to my work. I did not choose this approach, it is my natural way of thinking and I can express it in my work style. You can find intelligent arrangements everywhere in nature. This is what actually seems to be an important characteristic of nature. This is the reason why life on earth exists. Everybody longs for a certain degree of regularity until it becomes too predictable –that’s when I leave regularity and rather improvise. I like clear structure and neat line management. I believe that I try to control my fear of the future by “establishing order”.

My statement is: “Conception is more important than the final dispatch!” This leads to a more and more inward looking conceptual approach. Content that forces us to look outward happens when we get lost in the past. This results in an image of introspective reflections.


Our joint work has started in 2008. We operated our first studio together with Olivia Weiss and Jörg Altinger in the 17th district (Vienna) They are both ceramists and are also graduates from the Ceramic Class of Otto Lorenz at the Vienna University of Applied Arts. The studio has become too small for our professional needs and therefore Sappy Rauth and I put out our feelers to another location and discovered a studio in the sixth district, in the Stumpergasse 34. 

Our aim with the project room VOTE is to create a place of cooperation and exchange and we are looking forward to meeting new faces. VOTE for “contemporary art”. We are happy to welcome new guests and are looking forward to make acquaintance to like-minded people.We are always open for different views. We are looking forward to talking to all kinds of scientists, theorists and other representatives of other disciplines and to other people interested in culture and art in general.



Sappy Rauth and I mainly work with the following techniques:

Materials: Stoneware 1220, porcelain 1220, plaster, metal, gold and platinum, photography, acryl, lacquer and ink.

Techniques: plate method, sculpture, plaster-cut, mold-making, glazing techniques, silkscreen printing for ceramic.

 


 


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